Die medizinische Dokumentation sollte den Befund, den Zeitpunkt der Untersuchung, die Behandlung und den weiteren Verlauf so genau festhalten, wie es medizinisch angezeigt ist. Bewahren Sie Arztbriefe, Entlassungsberichte, Verordnungen und Nachweise weiterer Behandlungen auf. Beschreiben Sie gegenüber dem Behandlungsteam alle Beschwerden, auch wenn sie erst später auftreten.
Eine zeitnahe Chronologie kann festhalten, wo sich die betroffene Person befand, was unmittelbar vor dem Schuss geschah, welche Warnungen sie wahrnahm, wann der Schuss fiel und wer anwesend war. Kennzeichnen Sie klar, was Sie selbst beobachtet und was Sie von anderen erfahren haben. Angehörige können mit Einwilligung der betroffenen Person Unterlagen ordnen und Belege sichern.
Falls vorhanden, können Einsatzmeldungen, Aufzeichnungen zum Waffengebrauch, dienstliche Vermerke, Videoaufnahmen und Zeugenaussagen für die Prüfung bedeutsam sein. Ob solche Unterlagen existieren, zugänglich sind oder gesichert werden können, ist im Einzelfall zu klären. Lassen Sie die rechtmäßige Sicherung früh prüfen und verändern Sie mögliche Beweismittel nicht selbst.