Eine belastbare Chronologie beginnt vor dem Angriff. Sichern Sie rechtmäßig vorhandene Briefe, Nachrichten und eigene Notizen. Halten Sie Wortlaut und Zeitpunkt der Drohung, den Empfänger der Meldung, mögliche Weitergaben und die Antwort der Anstalt fest. Für den Angriff selbst zählen Ablauf, Ort, Zeitpunkt, Zeugen und bekannte Vorfälle mit dem späteren Angreifer. Kennzeichnen Sie, was Sie selbst beobachtet haben und was aus anderer Quelle stammt.
Bei einer dauerhaften Verletzung sind medizinische Befunde, Behandlungen und ärztliche Einschätzungen zu den weiteren Folgen wichtig. Dokumentieren Sie, welche Beschwerden geblieben sind und wie sie Alltag oder Arbeit konkret beeinflussen. Rechnungen, Belege und Nachweise zu Ausfällen können den Umfang des Schadens erklären. Welche Position rechtlich ersetzt wird und welcher Rechtsträger haftet, muss im Einzelfall geprüft werden.
Interne Vermerke, Meldungen oder Aufzeichnungen können für den damaligen Kenntnisstand bedeutsam sein. Ob die betroffene Person oder Angehörige Zugang dazu erhalten, richtet sich nach den anwendbaren Verfahrensregeln. Lassen Sie mögliche Akteneinsicht und Fristen früh prüfen. Entfernen oder verändern Sie keine Unterlagen der Anstalt.